Leute, ihr strapaziert meine Nerven. Aber echt.
Könnt Ihr, statt nach dem Seitenbetreiber zu rufen, nicht einfach Ruhe geben?
Jeder hat hier seine eigene Schreibe, ein paar User dabei eine sehr "ausgeprägte".

Genießt diese Vielfalt, aber reitet nicht weiter darauf herum. Das meine ich jetzt Ernst. Kein Fingerpointing mehr!

Die Zeit letztes Jahr im Herbst, in der ich das Forum mal ein paar Wochen vom Netz genommen habe, war eine Wohltat für mich.
Wenn sich das hier nicht bessert, werde ich mir wieder mal eine Auszeit nehmen.

Gruß
Thomas

.. wenn man das gelesen und akzeptiert hat, kann man es oben rechts wegklicken

alte Airwell R22 Anlage - Druckmessung

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C-Bull
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alte Airwell R22 Anlage - Druckmessung

Beitrag von C-Bull » 12.08.2019, 10:53

Hallo!

Auf was deutet der Druck der Anlage?
Kältemittelmangel?

Ein Bild "Anlage Ein" das andere "Anlage Aus"
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bennisg
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Re: alte Airwell R22 Anlage - Druckmessung

Beitrag von bennisg » 12.08.2019, 13:35

Ja, 1,2 bar ND im Betrieb ist viel zu wenig. Das deutet auf KM-Mangel hin. Eigentlich sollte die im ND so um die 4,0 bar haben, evtl. bis 3,5 runter, wenn die Leitungen sehr sehr lang sind.

Allerdings: Vor Druckmessung sollte die Anlage schön warm laufen. Im Verdichter steht ja das Öl. Im Stillstand löst sich das KM in erheblichen Mengen im Öl und fehlt dann im Kreislauf. Je nach Anlage kann man da zu vollkommen falschen Schlüssen kommen. Also: Lass die Anlange erstmal eine halbe Stunde so richtig schön warm laufen. Der Verdichter muss lecker warm sein. Dann messen!

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Re: alte Airwell R22 Anlage - Druckmessung

Beitrag von C-Bull » 12.08.2019, 15:09

bennisg hat geschrieben:
12.08.2019, 13:35
Ja, 1,2 bar ND im Betrieb ist viel zu wenig. Das deutet auf KM-Mangel hin. Eigentlich sollte die im ND so um die 4,0 bar haben, evtl. bis 3,5 runter, wenn die Leitungen sehr sehr lang sind.

Allerdings: Vor Druckmessung sollte die Anlage schön warm laufen. Im Verdichter steht ja das Öl. Im Stillstand löst sich das KM in erheblichen Mengen im Öl und fehlt dann im Kreislauf. Je nach Anlage kann man da zu vollkommen falschen Schlüssen kommen. Also: Lass die Anlange erstmal eine halbe Stunde so richtig schön warm laufen. Der Verdichter muss lecker warm sein. Dann messen!
Die Leitung(en) sind 3m.
Nachfüllen ist nicht, bei R22?

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Re: alte Airwell R22 Anlage - Druckmessung

Beitrag von Kleiner Schneemann » 12.08.2019, 18:59

Hallo C-Bull,

bevor Du über das Nachfüllen nachdenkst, solltest Du erstmal das Leck finden. Die Anlage hat, wenn ich das richtig verstanden habe, ja schon lange gute Dienste geleistet. Sollte ein Leck vorhanden sein, wäre es gut, das verbliebene Kältemittel abzusaugen und fachgerecht zu entsorgen.
Kältemittel verbraucht sich nicht von alleine, wenn da was fehlt, hast Du ein Leck - oder das Kältemittel wurde geklaut.
R22 darf in Europa nur noch entsorgt werden - es gibt aber brauchbare Ersatzkältemittel, die Du danach verwenden kannst.

Grüße,
der kleine Schneemann

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Re: alte Airwell R22 Anlage - Druckmessung

Beitrag von C-Bull » 12.08.2019, 21:29

Die Anlage wurde im Jahr 2000 inst.
Bis auf Filter reinigen am Innengerät wurde nie was dran gemacht.

Kühlt noch, nur nicht mehr so gut.
Bei extremer Hitze merkt man Leistungsverluste.

Macht es überhaupt Sinn, eine so alte Anlage noch weiter am "leben" zu halten?
Ersatzkältemittel?
R22 entsorgen, neu Befüllen lassen usw.
Stromverbrauch?

Oder besser gleich durch eine moderne Inverteranlage Ersetzen.

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Re: alte Airwell R22 Anlage - Druckmessung

Beitrag von Kleiner Schneemann » 12.08.2019, 23:49

Nun ja, sie hat 19 Jahre gehalten. Das spricht doch schon mal für das Gerät.
Das Kältemittel musst Du ohnehin entsorgen. Solange der Kompressor noch läuft, könnte man natürlich einen Pump-Down machen und das
Gerät dann mitsamt Kältemittel zum Wertstoffhof bringen - eine saubere und billige Lösung.
Dazu drehst Du das Ventil am Außengerät (Hochdruckseite, flüssiges Kältemittel, dünne Leitung) zu, lässt die Anlage auf maximaler Kühlstufe ein paar Minuten laufen und drehst dann, während das Gerät noch läuft, auch das andere Ventil (Saugseite, Niederdruck, dicke Leitung) zu.
Nicht zu lange laufen lassen, sonst geht der Kompressor kaputt - was im Falle der Entsorgung aber egal wäre.
Dann ist der allergrößte Teil des Kältemittels im Außengerät und Du kannst die Anlage entsorgen.
Am besten wäre allerdings, Du läßt das Gerät vom Fachmann, der Dir die neue Anlage in Betrieb nimmt, demontieren. Der wird ein Absauggerät haben.
R22 ist halt übel, weil es zum Ozonabbau beiträgt.
Da ich kein Freund der Wegwerfgesellschaft bin, würde ich die Anlage mit einem alternativen Kältemittel weiter betreiben.
Dennoch würde ich mit Schwamm und Seifenwasser gucken, ob irgendwo ein Leck ist - vermutlich wäre das sehr klein. Bei so geringen Leckageraten ist fraglich, ob man da Blasen sieht. Wenn ja, Pumpdown und abdichten / entsorgen.
Einen Inverter zu finden, der 19 Jahre störungsfrei läuft, ist schwierig. Der höhere Komfort und die geringeren Energiekosten könnten das aber rechtfertigen. Die Frage ist: Was muss denn überhaupt gekühlt / klimatisiert werden ? Wäre da ein brennbares Kältemittel ein Problem ?

Grüße,
der kleine Schneemann

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