Leute, ihr strapaziert meine Nerven. Aber echt.
Könnt Ihr, statt nach dem Seitenbetreiber zu rufen, nicht einfach Ruhe geben?
Jeder hat hier seine eigene Schreibe, ein paar User dabei eine sehr "ausgeprägte".

Genießt diese Vielfalt, aber reitet nicht weiter darauf herum. Das meine ich jetzt Ernst. Kein Fingerpointing mehr!

Die Zeit letztes Jahr im Herbst, in der ich das Forum mal ein paar Wochen vom Netz genommen habe, war eine Wohltat für mich.
Wenn sich das hier nicht bessert, werde ich mir wieder mal eine Auszeit nehmen.

Gruß
Thomas

.. wenn man das gelesen und akzeptiert hat, kann man es oben rechts wegklicken

Reglerparameter für elektronische Expansionsventile (EEV)

gigavolt
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Re: Reglerparameter für elektronische Expansionsventile (EEV)

Beitrag von gigavolt » 18.02.2021, 23:31

Das hat sich aber erst noch anders angehört
Das ist Nachteil des Schreibens. Am Biertisch lassen sich die Sachen einfacher klären :)
Praktisch hat das keine Relevanz und es bringt dem ganzen genau nichts in Hinsicht auf statische Genauigkeit.
Schlechte Messwerterfassung ist immer schlecht für das gesamte System.
Richtig. Ich habe in die Richtung nicht gedacht. In den wenigen loops mit denen ich bis her zu tun hatte, gab es genug Verstärkung und reine P-Regelung war gut genug.

Meine Vorstellung war, dass die Bulb viel genug Masse hat, genug Enthalpie aufnimmt und Schwankungen des Systems mitteln kann. Egal, ob wir das Element Tiefpass Filter 1-er Ordnung oder schlechter Integrator nennen, es ist dasselbe. Jetzt glaube ich euch, dass die Masse vernachlässigbar ist und erfüllt diese Funktion nicht.

Ich werde später berichten, wie mein kommendes System mit EEV läuft, ob proportionell wird gut genug, oder auch die Integration rein muss. Das Programm lässt sich im gegensatz zur Mechanik einfach ändern. :)

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Re: Reglerparameter für elektronische Expansionsventile (EEV)

Beitrag von gigavolt » 18.02.2021, 23:37

Lger hat geschrieben:
18.02.2021, 19:34
Ich frage mich schön langsam, wann die begeisterten Berichte über über Analog-Computer (die gab's wirklich!) aus den Mathematik-Instituten, die über ODEs und deren Lösungsstabilität arbeiten, kommen. :mrgreen:
Das war aber echt schöne Sache, ein Analogcomputer aus OP-Verstärkern und passive Bauteile. Vor längerer Zeit habe ich ein Buch in der Hand gehabt wo versiedene mathematische Operationen so abgebildet waren. Die Zeit kommt nie wieder, oder nach dem 3. Weltkrieg :mrgreen:

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Re: Reglerparameter für elektronische Expansionsventile (EEV)

Beitrag von martin_w » 19.02.2021, 08:02

gigavolt hat geschrieben:
18.02.2021, 13:30
Hochfrequenztechnik studiert
Dann sind wir Kollegen und können den begriff small signal analysis verwenden :-). Über omega-0 und bei kleinem Signal verhalten sich ein perfekter Integrator und RC LPF identisch. Siehe Anhang. Das ist alles was ich sagen wollte. Nicht dass es unter allen Umständen gilt :)

_schematic.PNGresponse.PNG
Cool, daß du auch LT Spice verwendest, ist echt ein Super Programm. So eine ideale Stromquelle ist ja auch was praktisches.

Es gibt zwar unter HF Technikern, den Spruch "Alles unter 100MHz ist Gleichstrom", aber in der Regelungstechnik gilt das halt dann doch nicht so. :)
Und dein Bild - ich weiß, die Parameter sind willkürlich gewählt - zeigt, daß schon zB bei 10Hz die Abweichung beträchtlich ist. Klar, wenn ein P-Regler für eine Anwendung gut genug ist, dann ist das einfacher

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Re: Reglerparameter für elektronische Expansionsventile (EEV)

Beitrag von Lger » 19.02.2021, 08:29

Echt romantisch, OP-Amps nicht als IC, sondern aus diskreten Bauteilen, statt eines eigenen Rucksack-großen PCs (Notebook wäre unfair), ein zeitbeschränktes "Terminal" mit "300 Bd-Modem" (fiep-fap-bonck-bonck-fieeep-fip-griemmel-...) zum lokalen Großrechner (nicht für Hinz und Kunz!), nicht einmal irgend ein Mobil-Telefon (koffergroße A-Netz Dinger) ... :mrgreen:

Ja, aber dafür haben wir heute eine ausgebuffte Regeltheorie, die den Algorithmen digitaler Signalverarbeitung nicht (mehr) entsprechen, vielmehr werden digitale Regelbausteine, die diesen antiken PIDT-Teilstrecken entspechen, angeboten, um das theoretische Wissen (Laplace-Trafo) um linearisiertes Verhalten nicht nutzlos werden zu lassen. Dafür glauben dann manche, dass ihre Klima kaputt ist, weil das Regelverhalten kaum mehr menschlich abschätzbar ist.
martin_w hat geschrieben:
19.02.2021, 08:02
"Alles unter 100MHz ist Gleichstrom"
Den kannte ich noch gar nicht! :) Das stimmt aber auch bezüglich der Anwendbarkeit der Ausbreitung (DXer bitte nicht ausrasten).

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Re: Reglerparameter für elektronische Expansionsventile (EEV)

Beitrag von martin_w » 19.02.2021, 09:15

Solange die Länge von Verbindungen auf einer Leiterplatte unter 1/10 der Wellenlänge bleibt, kann man das ja auch dort oft so behandeln. Andererseits sind Leitungsbauteile wie Resonatoren und Filter auch was feines, wenn die Wellenlänge nur mehr einige cm beträgt.

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Re: Reglerparameter für elektronische Expansionsventile (EEV)

Beitrag von gigavolt » 19.02.2021, 14:45

martin_w hat geschrieben:
19.02.2021, 09:15
Solange die Länge von Verbindungen auf einer Leiterplatte unter 1/10 der Wellenlänge bleibt, kann man das ja auch dort oft so behandeln. Andererseits sind Leitungsbauteile wie Resonatoren und Filter auch was feines, wenn die Wellenlänge nur mehr einige cm beträgt.
Ist relativ. Ich habe mit MOSFET Leistungsverstärkern im HF und VHF Bereich zu tun. Die Wellenlänge ist zwar sehr groß, aber die Z0 beträgt nur wenige Ohm. Deswegen jeder nH zählt und einzelne Millimeter auf der Leiterplatte entscheidend sind.

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Re: Reglerparameter für elektronische Expansionsventile (EEV)

Beitrag von martin_w » 19.02.2021, 15:16

Ja, das ist klar. "Oft" ist die Z0 halt im Bereich 50 Ohm oder 100 Ohm. Aber es ist ja wirklich "alles relativ", ich erinnere mich auch noch an die Aussage des Professors für Allgemeine Elektrotechnik, im Sinne von "manchmal können auch 5Hz HF sein". Es ging um irgendwelche Industrieanalgen mit gewaltigen Strömen und ich glaube der Skin Effekt war das Problem. 3Hz haben die Transformatoren dann noch irgendwie mit gemacht (*) und damit hat es funktioniert.
*) eventuell war es auch so, daß man neue gebraucht hat, aber sie sich für die 3 Hz im vorgesehenen Gebäude gerade noch ausgegangen sind.
Ist halt schon lange her und er Professor auch schon emeritiert oder gar schon verstorben.

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Re: Reglerparameter für elektronische Expansionsventile (EEV)

Beitrag von Lger » 19.02.2021, 20:36

Prof. Fritz Paschke (Allg.ET, Rektor, emeritus aber noch lebend, afaik, Namensgeber für einen Hörsaal) mit Skin-Effekt in der Elektrolyt-Schmelze, Prof. Herbert König (HF, verstorben, hat auch einen Hörsaal), mit der GHz-Wanderfeldröhre, Prof. Günther Kraus (NF, Dekan, verstorben) mit Dr. Heinz Zemanek (weltbekannter Computerpionier, verstorben) am Institut und Prof. Hellmut Hofmann (GrdlgET, verstorben), mit der unglaublichen Parapsychologie, waren damals die Creme der Elektrotechnik an der TH-Wien, nachmals TU-Wien. Und dann war da auch Prof. Otto Zwierina (verstorben), der älteste, in der Meßtechnik. Regeltechnik war ein Beiwagerl zu Industrielle Elektronik (Prof. Hans von Bertele, Uhrensammler, verstorben).

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