So Leute,

nach ein paar Tagen Abstinenz stelle ich das Forum wieder online. Der Grund dafür wird vielen klar sein.
Der Ton in einigen Threads wurde unerträglich. Wenn ich gefühlt alles drei Monate mal eine Beschwerde wegen des Tonfalls bekam,
waren es in der ersten Augustwoche 10.... Zehn... echt jetzt ?

Ansage:
Wer Niveau für eine Hautcreme, Stil für den Griff eines Baseballschlägers oder Netiquette für ein Preisschild hält, wird mal ein Zeit lang auf "nur Lesen" mit handverlesener Freigabe der Beiträge gesetzt.
Das meine ich jetzt ernst. Wer damit nicht einverstanden ist: Im Profil kann jeder bei Bedarf seine gesamten Beiträge zu Erinnerung herunterladen und DSGVO-konform sein Profil löschen.

Ein Löschung der Beiträge kommt dabei nicht in Frage. Es wurde von jedem bei der Registrierung der entsprechende Passus abngenickt.
Ich habe im Netz genug Urteile gefunden, in denn eine ausreichende Schöpfungshöhe der Beiträge verneint wurde.
Eine geeignete Unterstützung habe ich bereits auch an der Hand: Advocard ist Anwalts Liebling!

____________

Was bis jetzt gewesen ist: Schwamm drüber
ich lade hiermit alle Beteiligten ein, wieder am regen Informationsaustausch auf Basis meines Anpfiffs im Forum teilzunehmen

Gruß
Thomas

Kühltruhe zur Kühlung von Bleibatterien 24x Trojan T-105

Dj Ninja
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Re: Kühltruhe zur Kühlung von Bleibatterien 24x Trojan T-105

Beitrag von Dj Ninja » 01.12.2018, 10:43

Nein.

Pluto25
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Re: Kühltruhe zur Kühlung von Bleibatterien 24x Trojan T-105

Beitrag von Pluto25 » 02.12.2018, 07:01

Ja

martin_w
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Re: Kühltruhe zur Kühlung von Bleibatterien 24x Trojan T-105

Beitrag von martin_w » 03.12.2018, 10:54

In den Serverräumen ist die Hauptwärmequelle der Server, die Standby-Ladung der USV Batterien ist vernachlässigbar. Falls du bei den Recherchen keine genaueren Zahlen findest, dann nimm einmal 10-20% der maximalen Ladeleistung als Ladeverluste an. Die Ladespannung beträgt ja bei hoher Leistung 14,4V, aber unmittelbar nach dem Laden sinkt die Spannung auf 12-13V. Das elektrochemische System hat also in Wirklichkeit diese niedrigere Spannung. Der Rest geht an diversen Widerständen in der Batterie, zum Beispiel dem Elektrolyten, verloren. Man könnte jetzt auch nach einer Zahl für den Ladewirkungsgrad von Bleibatterien suchen. Die Differenz zu 100% sind dann die Verluste beim Laden, welche exakt deine abzuführende Abwärme darstellen.

Ich kenne ja deine Solarleistung nicht. Wenn die 5kW beträgt, dann können schon 900W Kühlleistung nötig sein. Das hängt natürlich auch von der Wärmetransmission deiner Batteriebox ab. Für die Isolierplatten aus der du die baust wirst du ja Daten, am besten vom Hersteller, bekommen.

Eine Verbundanlage mit zwei - noch dazu verschiedenen Verdichtern ist eine besondere Herausforderung. Nach einer gewissen Zeit wird der eine vor Öl übergehen und der andere trocken laufen. Wenn dann also müssen das zwei getrennte Kühlkreisläufe werden.

Feuerzeuggas ist eine beliebige Mischung aus Butan und Isobutan. Du müßtest also auch destillieren. Sprich, die Feuerzeuggasflasche auf ca. -5°C halten und das was da gasförmig herauskommt, mit einer anderen evakuierten und unter -12° gekühlten Flasche aufnehmen. Aber Kohlenwasserstoff Kältemittel dürfen ja sogar in Deutschland von nicht-gewerblichen (Laien) regulär gekauft werden. Der Vorteil wäre, daß du dann auf den Ölwechsel verzichten könntest und Mineralöl verwenden, welches eben nicht hygroskopisch ist. Ein Ölwechsel bei einem vollhermetischen Verdichter ist ja nicht so lustig. Das selbst Aufbereiten hab ich nur erwähnt, falls du gar nichts anders bekommst.
Bis jetzt solltest du mit dem Öl eh nicht so Probleme haben, wenn es Mineralöl ist. Esteröl, welches länger der Feuchtigkeit ausgesetzt war, fängt an, sich zu zersetzen und Säuren zu bilden. Die greifen dann die Wicklung an.

Ja, wenn du reines R134 verwenden willst, dann brauchst du Esteröl.

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Re: Kühltruhe zur Kühlung von Bleibatterien 24x Trojan T-105

Beitrag von Spezialwidde » 03.12.2018, 17:41

martin_w hat geschrieben:
03.12.2018, 10:54
Das selbst Aufbereiten hab ich nur erwähnt, falls du gar nichts anders bekommst.
Das mit dem selbst aufbereiten halte ich bei den geforderten hohen Temperaturen und der geringen Anforderung an die Temperaturgenauigkeit sogar für gar nicht notwendig. Ich hab schon in verdammt vielen Bastelprojekten einfach odeurfreies Lötlampengas aus der Schraubkartusche hergenommen. Ich fürchte nur diese Kapselverdichter sind einfach zu schwach. Ich stelle mir bei der ganzen Sache halt die Frage ob es wirklich sinnvoll ist den Strom von der Solaranlage derart zu verschwenden und die Akkus nicht besser in einer eigens hergerrichteten Erdgrube mit Belüftung oder Schlauchentgasung zu betreiben, Arbeitstemperaturen um 40 Grad machen denen jedenfalls gar nichts aus. Aber da wird sich der TE wohl was dabei gedacht haben...Was würde mich allerdings wirklich interessieren! Ich hab jedenfalls noch nie gesehen dass jemand Solarakkus kühlt, auch auf solarversorgten Südseeinseln käme kein Mensch auf die Idee.
Also falls das wirklich so umgesetzt werden soll würde ich die Kühlkreise parallel aufbauen und funktionell trennen. Das hat auch den Vorteil dass einer noch funktioniert sollte der andere mal streiken. Den Verdampfer würd ich mir aus Weichkupferrohr selber biegen, so kann man ihn auch besser passend verlegen.

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Re: Kühltruhe zur Kühlung von Bleibatterien 24x Trojan T-105

Beitrag von martin_w » 04.12.2018, 13:44

Naja, wenn die teuren Batterien (kosten über €200 pro Stück) doppelt so lange halten und ich für eine Kühlung tagsüber nur 2 zusätzliche 250W Paneele, die auch ca. €200 pro Stück kosten, montieren muß, dann kann sich das schon rechnen. An eine passende Erdgrube hab ich auch schon gedacht, aber wenn die mittlere Temperatur über 20° liegt, dann hilft das nicht.
Auf der Insel könnte man das ja auch mit Wasser aus größerer Meerestiefe kühlen

Zum Experimentieren (was der OP ja angibt zu wollen) hätte ich auch in Richtung Kohlenwasserstoff KM tendiert.

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Re: Kühltruhe zur Kühlung von Bleibatterien 24x Trojan T-105

Beitrag von Dj Ninja » 04.12.2018, 14:10

Für mich liegt der Fehler in den teuren Batterien, die für die geplante Einsatzumgebung offensichtlich ungeeignet sind.

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Re: Kühltruhe zur Kühlung von Bleibatterien 24x Trojan T-105

Beitrag von Spezialwidde » 04.12.2018, 14:29

martin_w hat geschrieben:
04.12.2018, 13:44
Naja, wenn die teuren Batterien (kosten über €200 pro Stück) doppelt so lange halten
Und genau das wage ich zu bezweifeln dass die das wegen der paar Grad tun. Solarbleibatterien verlieren höchstens etwas mehr Wasser, das kann man nachschütten. Klar, wer das nicht macht da halten sie natürlich auch kürzer. Aber wie gesagt, mich interessiert da wirklich der Gedankengang des TEs. Wie wir es sogar hierzulande im Wochenendhaus machen: Man benutzt gebrauchte Staplerbatteriezellen. Sind billig, lassen sich zu jedem Spannungsbereich in 2V Schritten verschalten, haben Panzerplatten, der Anodenschlamm lässt sich entfernen, sie sind tiefentladefähig und damit halten die fast ewig. Sie haben etwas höhere Selbstentladung was aber im täglichen Zyklenbetrieb nicht ins Gewicht fällt.

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Re: Kühltruhe zur Kühlung von Bleibatterien 24x Trojan T-105

Beitrag von martin_w » 04.12.2018, 16:02

Ja, da ist wohl was dran. Die vom TE genannten Batterien https://www.trojanbattery.com/pdf/datas ... Sheets.pdf sind "flooded" also nicht versiegelte oder wartungsfreie Akkus, man kann (und muß) regelmäßig Wasser nachfüllen. Es gibt vom Hersteller sogar ein Verbund-Wassersystem (Hydro Link) um eine Batteriebank bequem und schnell auf den richten Elektrolytstand zu bringen. Sie sind OHNe Angabe einer Schädigung der Lebensdauer bis 45°C spezifiziert und haben dabei sogar etwas höhere Kapazität (113%). Von Kühlung wird nicht gesprochen, nur daß es ihnen schadet wenn sie in einer geschlossenen, nicht belüfteten Umhüllung betrieben werden. Diese Akkus sind daher für diesen Einsatz durchaus geeignet, da man das verlorene Wasser ergänzen kann. Die Kühlung erscheint hingegen überflüssig.

Die hier als Beispiel für schlechte Wärmeverträglichkeit genannten https://www.victronenergy.de/upload/doc ... ies-DE.pdf sind hingegen VRLA Akkus (ventilgesteuert, "wartungsfrei"). Letzters bedeutet aber nicht nur, daß sie im Normalfall kein Nachfüllen benötigen, sondern daß gar keine Wartung möglich ist, auch wenn sie eigentlich dringend nötig wäre, weil die Akkus in einer heißen Umgebung betrieben werden und daher Wasser verlieren. Damit hat man dann die beschriebene Lebensdauerverminderung bei leicht erhöhter Temperatur.

Zusammenfassend hat daher der TE aus meiner Sicht durchaus die richtigen Akkus ausgesucht und die Kühlung ist für diese Batterien nicht nötig. Eine Anpassung der Ladespannung an die Temperatur ist hingegen sehr wichtig, eine HydroLink Verbindung zur automatischen Bewässerung wäre vorteilhaft.
Zuletzt geändert von martin_w am 04.12.2018, 16:08, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Kühltruhe zur Kühlung von Bleibatterien 24x Trojan T-105

Beitrag von Nobsi » 04.12.2018, 16:08

Spezialwidde hat geschrieben:
04.12.2018, 14:29
Aber wie gesagt, mich interessiert da wirklich der Gedankengang des TEs.
Moin

Mich würde das auch mal interessieren, zumal der TE nicht zum ersten mal mit so was ankommt.

Wenn es interessiert: viewtopic.php?f=1&t=7524

Gruß
Nobsi

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