Dichtheitsprüfung Stickstoff /Vakuum

Kapa
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Beitrag von Kapa »

@ R8, da mir in der Regel die Auslegungsdaten der Anlage bekannt sind, weiß ich auch welche Drücke im Normalfall in der Anlage entstehen. Das brauche ich auch da die Anlage ja vor der IBN einer Druckprobe ausgesetzt werden muss ;-)

Natürlich sollte man vor dem Erstellen einen Angebotes darauf achten wohin mit den Verflüssiger usw. und dies mit dem Kunden festlegen.

Auch ich komme immer wieder zu Kunden wo die Verflüssigersätze schon nebeneinander am Dachboden stehen und die Kondensatoren vor Dreck schon nicht mehr zusehen sind. Mir ist sowas egal, ich fahre von mir aus jede Woche auch zu diese Kunden (als sehr gut bezahlte Putzfrau). Wenn sie nicht hören wollen müssen sie blechen ;-)

Der HD wird von mir sicher nicht über den Prüfdruck gestellt. Stell dir vor der Verdampfer raucht ab und 20-30 kg KM verdampfen im Kühlraum wo eine Person drin arbeitet und dies durch Maschinenlärm nicht bemerkt. Der geht in den Himmel und ich hinter Gitter... nene.

Dabei ist es auch egal ob es den Verdampfer schon bei geringen (zulässigen Druck) zerrissen hat.
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R8
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Beitrag von R8 »

Gromo hat geschrieben:
Zu Leckrate Stickstoff
Gut zu wissen! Man kann alt werden wie eine Kuh, und lernt doch immer noch dazu! :)
Hast du mal die Quelle?
Aus dem Lehrstoff der BFS Kälte-Klima-Technik in Frankfurt-Maintal
Gruß Andy

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ColdAsIce
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Re: Dichtheitsprüfung Stickstoff /Vakuum

Beitrag von ColdAsIce »

Hab 24 Stunden lang abgedrückt (35 Bar) und das hat sich auch ausgezahlt.

Eine Anlage hielt von Anfang an den Druck über 24 Stunden absolut konstant, bei Anstieg der Außentemperatur stieg auch der Druck, bei Abfall der Außentemperatur ebenfalls der Druck. Auch mit Abschnüffeln / Lecksuchspray Totenstille, kein Bläschen und nix zu sehen.

Die andere Anlage verlor in zwei Stunden 0,5 Bar, da waren am Bördel bei genaustem Hinsehen tatsächlich kleinste Bläschen am laufen gewesen (große Blasen haben sich gar nicht gebildet, sondern es wurde ein Fließen des Lecksuchsprays sichtbar). Also neuen Bördel gesetzt, nochmal abgedrückt für 24 Stunden und geschnüffelt -> Alles dicht. Druck auch dann konstant.

Im gewerblichen Bereich sicherlich schwierig. Wird kaum zu verkaufen sein, dass man die Stickstoffflasche nun 24 Stunden anklemmt und am nächsten Tag wieder vorbeikommt, um den Druck zu kontrollieren. Aber wer Zeit und Muße hat, sollte sich mindestens 24 Stunden nehmen und mit der Dampfdrucktabelle abgleichen, ob der Abfall / Anstieg plausibel ist.
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Re: Dichtheitsprüfung Stickstoff /Vakuum

Beitrag von Lger »

ColdAsIce hat geschrieben: 13.10.2021, 21:23... die Stickstoffflasche nun 24 Stunden anklemmt ...
Ich würde mir für die Dauer einer Druckprobe an meiner Anlage eine abgeklemmte N-Flasche wünschen ...
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Re: Dichtheitsprüfung Stickstoff /Vakuum

Beitrag von martin_w »

Wollte ich auch sagen. Die Flasche muß/darf nur beim Aufdrücken angeschlossen sein. Aber der Techniker müßte nach 24h noch einmal kommen, um zu kontrollieren. Werden nicht viele bezahlen wollen.
Nobsi
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Re: Dichtheitsprüfung Stickstoff /Vakuum

Beitrag von Nobsi »

Moin

Das ist bei Selbstmontage natürlich besser. Kannst die Scheiße tagelang stehen lassen. Besser gehts nicht.

Gruß
Nobsi
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Bomber
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Re: Dichtheitsprüfung Stickstoff /Vakuum

Beitrag von Bomber »

Hier haben sowieso schon alle ein Problem mit den Stundensätzen, als ob da noch einer freiwillig den Monteur für sowas kommen lässt.
ColdAsIce
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Re: Dichtheitsprüfung Stickstoff /Vakuum

Beitrag von ColdAsIce »

Ja und nein.
Flasche muss für den Test natürlich zu sein, dass von der Flasche bis zum Kontrollmanometer nicht mehr ständig nachgedrückt wird und somit ein falsches Ergebnis bei herauskommt. Aber bei meinem Manometer ist zwischen Flasche und Manometer noch ein Absperrventil, welches dies sowieso unterbindet / unterbinden soll.

Ja, in der Tat verhindert hier wieder der Preis den Vorgang, dass mindestens 24 Stunden lang abgedrückt wird. Aber bei 700€ für ne Inbetriebnahme (nicht Installation!) finde ich, könnte das schon eingeschlossen sein, sofern der Monteur nicht gerade 100KM Anfahrt hat. Aber will hier nicht die zehnte Diskussion über Stundensätze, Kosten etc. lostreten, dann teilt es sich wieder in zwei Lager hier.

Auf jeden Fall gut für alle Selbst-Bauer, möglichst lange abzudrücken...Macht sich bezahlt.
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Marv
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Re: Dichtheitsprüfung Stickstoff /Vakuum

Beitrag von Marv »

Hallo Zusammen, die Wartezeit ist je nach Anlagenart und Durchlaufzeiten durchaus möglich.
Bei kleinen Splitgeräten und erneuter Anfahrt sehe ich das auch als schwierig. Die Anlagen selber sind ja geprüft bzgl. Druckfestigkeit und somit testen wir ja weitestgehend nur die Rohrleitung und die Anschlüsse.
Hierzu mit Formiergas aufdrücken (Druck muss hier nicht extrem hoch sein) und dann abschnüffeln mit KW Lecksucher an den Anschlussstellen und am Verdampfer und mal grob an dem Manometer schauen, dass der Druck etwa gehalten wird.
Das ist eine genaue aber trotzdem Feldmäsige und schnelle Arbeitsweise.
Bei mir im Industriellen Kälteanlagenbau kommt es immer wieder durch Wartezeiten und Verzögerungen zu wechselnden Projekten. In Pausenzeiten werden die Anlagen auch Abschnittsweise über 2 Tage bis zu mehreren Wochen stehen gelassen unter N2 Druck.
Gerade aktuell sind hier bei Sonderverdampfern und manchem Bauteilen von Steuerungen so lange Wartezeiten, dass hier automatisch Totzeit entsteht.
Im Zweifelsfall auch übers WE ausreichend, wobei dies natürlich für den Werkstatteinsatz gilt bzw. für die Vorbereitung in der Firma.
LG
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