Leute, ihr strapaziert meine Nerven. Aber echt.
Könnt Ihr, statt nach dem Seitenbetreiber zu rufen, nicht einfach Ruhe geben?
Jeder hat hier seine eigene Schreibe, ein paar User dabei eine sehr "ausgeprägte".

Genießt diese Vielfalt, aber reitet nicht weiter darauf herum. Das meine ich jetzt Ernst. Kein Fingerpointing mehr!

Die Zeit letztes Jahr im Herbst, in der ich das Forum mal ein paar Wochen vom Netz genommen habe, war eine Wohltat für mich.
Wenn sich das hier nicht bessert, werde ich mir wieder mal eine Auszeit nehmen.

Gruß
Thomas

.. wenn man das gelesen und akzeptiert hat, kann man es oben rechts wegklicken

Luftfeuchtigkeit im Winter

Flubi
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Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von Flubi » 04.01.2020, 05:46

Hallo Zusammen

Seit ich mit den Klimageräten die Wohnung heize habe ich eine Luftfeuchtigkeit von 35-37 %.
Vorher ca. 40-43%
40-50% wären ja eigentlich so ein Richtwert.
Die Wohnung wird zweimal am Tag richtig durchgelüftet.
Habt ihr noch Verdunstergeräte (sollen ja Keimschleudern sein)?
Oder wie soll man dies am Besten lösen.

Gruss Flubi
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Lger
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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von Lger » 04.01.2020, 09:09

Bei einem "Defizit" in der rel. Luftfeuchte von ca.10 Prozentpunkten empfehle ich Feuchtigkeitscreme für die Haut, Labello für die Lippen, mehr Trinken für das physische und Ignorieren für das psychische Wohlbefinden.

Echte Verdunster wachsen binnem Kurzen zu und saugen wenig Wasser in ihre Zick-Zack-Matten, brechen also bald in ihrer Befeuchtungswirkung ein, und (Ultraschall-)Zerstäuber sind echte Schleudern, nicht nur für Keime, sondern auch für Schimmelsporen, Kalkteilchen, u.v.a.m. Verwendet man Detergenzien, Kalklöser, oder andere Hygiene-Produkte werden eben diese zerstäubt. Davon unabhängig bilden sich in Wassertanks vom ersten Tag an die berüchtigten Biofilme. G'sundheit!

Der "Trockene Luft"-Effekt entsteht notwendigerweise wegen der absolut geringeren Wassermenge, die in kalter Luft enthalten sein kann (Sättigung). Beim Erwärmen dieser absolut trockeneren Luft -egal mit welcher Methode- sinkt deren relative Luftfeuchtigkeit auf Werte die zu "trockener Luft" gehören und von sorgfältig messenden Menschen bekämpft werden wollen. Jede Frischluftzufuhr (täglich zweimaliger Luftaustausch) verringert die Wirkung des Befeuchtens der Wohnungsluft durch die Atmung und Hautverdunstung der dort lebenden Menschen.
Ceterum censeo ... Diffamierung gehört bekämpft. :(

Jens Meyer
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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von Jens Meyer » 04.01.2020, 09:29

Flubi hat geschrieben:
04.01.2020, 05:46
Seit ich mit den Klimageräten die Wohnung heize habe ich eine Luftfeuchtigkeit von 35-37 %.
Vorher ca. 40-43%
Es ist nicht erklärbar, wie es bei identischen Messbedingungen zu unterschiedlichen Werten kommen soll.

Flubi
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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von Flubi » 04.01.2020, 10:30

Ja genau dieses Phänomen verstehe ich nicht.
Hat dies etwas mit den Klimas zu tun oder nicht?

Gruss Flubi
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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von Jens Meyer » 04.01.2020, 10:33

Wahrscheinlich liegt es einfach am Wetter oder am Nutzerverhalten.

gnampf
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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von gnampf » 04.01.2020, 10:35

Naja... die verwendeten Meßgeräte sind zum einen gerne Schätzeisen, zum anderen ist ihre Meßposition gerne mal suboptimal. Ein Heizkörper/Fußbodenheizung erzeugt wenig Luftumwälzung im Raum und lebt teils auch von Strahlungswärme. Eine heizende Klima dagegen wälzt die Luft ständig um. Steht das Gerät womöglich noch im direkten Luftstrom wird das Ergebnis noch schlimmer weil die Luft dort nochmal wärmer ist.
Luftbefeuchter: Pflanzen bringen keine riesige Veränderung, Verdunsterschalen auf der Heizung fallen aus, Ultraschallzerstäuber sind pure Keimschleudern und elektrisch beheizte Verdunster sind Energiefresser. Such dir also dein geringstes Übel aus ;-)

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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von ollige » 04.01.2020, 11:04

Wenn es die Optik nicht stört, kann man ab und zu mal nen frisch behängten Wäscheständer in die Wohnung stellen. Das ist sowieso genial, wie schnell man feuchte Wäsche im Luftzug der Klimaanlagen trocknen kann! Und das sowohl im Heiz- als auch im Kühlbetrieb.

Viele Grüße,
Olli
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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von Gromo » 04.01.2020, 15:47

Die, die Gesundheit am wenigsten belastende Befeuchtungsmethode ist, neben dem atmen, einen Wasserkocher mit geöffnetem Deckel zu betreiben. Das frisst zwar Strom, hat aber den Vorteil, dass das Wasser bei knapp 100 Grad keine lebenden Keime Enthält, die uns gefährlich werden können. Abgesehen davon benötigen Verdunster und Ultraschallzerstäuber genau soviel Energie zum Verdunsten des Wassers. Physik ist Physik und lässt sich nicht betrügen. Dei Energie kommt eben nur aus der Wärme der Luft und du musst damm mehr nachheizen. Allerdings ist das dann billiger, weil entweder die Klima einen COP größer eins hat oder die Gasheizung billigeren Brennstoff verwendet.
Wenn's nicht funktioniert, kann man immer noch mit dem Hammer draufhauen und behaupten, das war schon so, das kann man nicht mehr reparieren!

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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von Dirk_S1 » 05.01.2020, 07:32

Du kannst auch Ultraschallzertäuber nehmen. Wo da Keime herkommen sollen ist mir unklar. Natürlich destiliertes Wasser nehmen und keine Geräte mit Plastikanteil. Dann haben Keime auch nix zu futtern.

Ansonsten empfehle ich, wenn es als Hobby passt, ein Aquarium. In der Heizzeit einfach offen lassen. Vermute aber, dass Du keines hast. Extra anschaffen, ist dann natürlich auch nicht die Lösung.

In der kalten Jahreszeit weniger lüften hilft ungemein.

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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von Lger » 05.01.2020, 09:37

  • Die Messbedingungen sind nicht identisch: Die Durchschnittstemperatur/absolute Luftfeuchte ist der Jahreszeit entsprechend geringer (draußen ist es kalt).
  • Es liegt überwiegend am Wetter, möglicherweise am Nutzerverhalten, und wahrscheinlich kaum an den Klimas. Weniger lüften hilft wirklich ungemein, um die rel. Luftfeuchte in Wohnräumen im Winter zu heben. Bei wärmetechnisch schlecht eingebundenen (Alu!!!-)Fenstern entsteht in den Winkeln der Fensternischen dann gerne Schimmelbefall. Die dort kondensierte Feuchte fehlt natürlich in der Raumluft. :(
  • Bei üblichen Aquarientemperaturen reicht die Oberfläche -auch eines großen Aquariums- nicht aus, um die Luftfeuchte eines durchschnittlichen Raumes relevant zu erhöhen. Ein Wasserkocher ist zwar effektiv im Befeuchten, aber für Lebendfische nicht geeignet. ;)
  • Auch die modernsten, effektivsten, energiesparendsten, ... Piezo-Keramik-Ultraschall Vernebler (=Zerstäuber) sind gegen die im Wasser unvermeidlich (außer in Ultra-Reinräumen) entstehenden Biofilme nicht gefeit, und zerstäuben eben diese, ggf. gepimpt mit Hygiene-Aerosolen. :]
  • Um Grauschleier auf allen angestäubten Flächen zu vermeiden, sollte das zerstäubte Wasser nicht nur destilliert, sondern auch sorgfältig de-ionisiert sein (das konterkariert natürlich alle Hygiene-Vorsorge). :|
Wer mit meinen Empfehlungen oben nicht das Auslangen findet und unbedingt befeuchten will/muß, kann auch hier über diverse Technologien nachlesen; z.B. auch dieses:
Nach der VDI 6022 Blatt 6 ist der Einsatz von mobilen Kleingeräten an Arbeitsplätzen aus vorbeugenden Gründen zu untersagen; ...
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Lger
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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von Lger » 09.01.2020, 09:03

Hier geht's um nur € 94,50 zur VDI-Richtlinie.
VDI 6022 Blatt 6, Kurzreferat hat geschrieben: ... Die Richtlinie berücksichtigt dabei das von diesen Geräten ausgehende besondere Gefahrenpotenzial, das beispielsweise aufgrund von ungefilterter Einbringung mikrobiologisch belasteter Atemluft sowie unzureichender Wartung entstehen kann...
Ceterum censeo ... Diffamierung gehört bekämpft. :(

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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von Karli » 09.01.2020, 23:04

Ich habe auch ein Problemchen mit zu trockener Luft. Einerseits gut für die Bausubstanz, andererseits habe ich nachts gerne trockene Augen. Ich habe eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Die stammt noch aus der Zeit, in der trockene Raumluft noch kein großes Thema war, schon garnicht in dichten gut gedämmten Häusern. Heute werden oft Enthalpiewärmetauscher verwendet, bei der nicht nur die Wärme von der ausströmenden warmen Innenluft auf die kalte einströmende Außenluft übertragen wird, sondern auch ein guter Anteil von Feuchtigkeit durch die Membranen wandert.
Im https://www.haustechnikdialog.de/Forum/5/Lueftung ist das öfter mal ein Thema.

Abgesehen davon: Was spricht gegen Zimmerpflanzen? Wer diese schon mal regelmäßig gießen durfte, der weiß automatisch auch, wie viel Wasser sie in die Luft abgeben, denn diese Wassermenge ist fast identisch mit der Gießmenge .

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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von gnampf » 10.01.2020, 08:33

dann aber auf die "richtigen" Blumen achten. Bei mir sind es solche, die einmal in der Woche Wasser bekommen (und im Urlaub im abgedunkelten kühlen Raum auch 2 Wochen überleben). Da sind die Wassermengen überschaubar, keine 5l die Woche. Der Luftbefeuchter @work heizt die 5l während einem Arbeitstag in den Raum auf der hohen Stufe, bzw. in 1,5-2 Tagen in niedriger. Erst die Tage wieder den ganzen Tag laufen lassen, von 30% sind wir dann bei etwas über 40 gelandet, in einem Raum von vielleicht 18m² mit offener Tür.

Auch heute werden übrigens noch sehr viel Anlagen ohne Enthalpie- oder gar Rotationswärmetauscher verbaut. Ich bin bem Bau zum Glück gleich auf letzteren gegangen, trotzdem ist die Luftfeuchtigkeit eher um die 35-40% ganzjährig.

Lger
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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von Lger » 12.01.2020, 09:06

Milchmädchen rechnet:
Bei 1°C ist 1 m³ eines Luft/Wasserdampf-Gemisches gesättigt (100% rel. Luftfeuchte), wenn es ca. 5 g Wasser(dampf) enthält. Wenn man dieses Gemisch auf 22°C erwärmt, dehnt es sich ca. um den Faktor 295/274 aus, d.h., 1 m³ dieses erwärmten Gemisches enthält nur mehr ca. 4,6 g Wasserdampf.

Bei 22°C ist 1 m³ eines Luft/Wasserdampf-Gemisches gesättigt, wenn es ca. 20 g Wasser(dampf) enthält, d.h., 1 m³ des erwärmten Gemisches hat nur mehr 23% rel. Luftfeuchte. Da man für 1 m³ zur Steigerung der rel. Luftfeuchte um 10 Prozentpunkte bei 22°C eine Wassermenge von 2 g verdunsten muß, benötigt ein Raum mit 100 m³ (5 x 8 x 2,5 m³) nach einem vollständigen Lüftvorgang im Winter 0,6 l Wasser, um 53% rel. Luftfeuchte zu erzielen.

Natürlich kann es draußen wärmer sein, die Außenluft muß nicht gesättigt sein, an Aerosolen angelagertete Feuchtigkeit, wie sie als Hauptprodukt der Ultraschall-Vernebler entsteht, trägt nicht notwendigerweise zur Luftfeuchte bei (Oberflächenspannung!), ... Milchmädchen kümmern sich nicht um Details.
Augen, die bei geschlossenen Lidern (im Schlaf?) austrocknen, sollten vielleicht einem Ophtalmologen vorgestellt werden.
Ceterum censeo ... Diffamierung gehört bekämpft. :(

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