Leute, ihr strapaziert meine Nerven. Aber echt.
Könnt Ihr, statt nach dem Seitenbetreiber zu rufen, nicht einfach Ruhe geben?
Jeder hat hier seine eigene Schreibe, ein paar User dabei eine sehr "ausgeprägte".

Genießt diese Vielfalt, aber reitet nicht weiter darauf herum. Das meine ich jetzt Ernst. Kein Fingerpointing mehr!

Die Zeit letztes Jahr im Herbst, in der ich das Forum mal ein paar Wochen vom Netz genommen habe, war eine Wohltat für mich.
Wenn sich das hier nicht bessert, werde ich mir wieder mal eine Auszeit nehmen.

Gruß
Thomas

.. wenn man das gelesen und akzeptiert hat, kann man es oben rechts wegklicken

Problem beim Anschluss einer Splitanlage! - Lötfittinge 1/4-3/8 Zoll?

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Re: Problem beim Anschluss einer Splitanlage! - Lötfittinge 1/4-3/8 Zoll?

Beitrag von Bomber » 23.09.2020, 14:19

martin_w hat geschrieben:
23.09.2020, 13:26
Wieso braucht man dafür eine Zertifizierung? Im Gegensatz zum Kältemittel darf doch jeder im Baumarkt Löt- und Schweißbrenner, Gas und Sauerstoff genauso wie Lot kaufen.
Beim KM muß man halt bestellen und ein paar Wochen auf die Lieferung warten. :D
Langsam fühl ich mich wie der Norm Beauftragt.

Norm 142746

"Die Prüfung des Hartlöters erfolgt nach Anhang B"
(Anhang B würde den Rahmen jetzt sprengen)


Druckgeräterichtlinie

"Bei Druckgeräten sind die dauerhaften Verbindungen der Teile, die zur Druckfestigkeit des Gerätes beitragen, und die unmittelbar damit verbundenen Teile von qualifiziertem Personal mit angemessener Befähigung und nach fachlich einwandfreien Arbeitsverfahren auszuführen.

Norm 13585

"1 Anwendungsbereich Diese Internationale Norm legt die grundlegenden Anforderungen für die Qualifikationsprüfung von Hartlötern und Bedienern von Hartlöteinrichtungen fest, welche die Bedingungen für das Hartlöten, die Prüfung, die Untersuchung, die Bewertungskriterien und den Geltungsbereich der Prüfungsbescheinigung bestimmen."


Es ist Vorschrift, dass Hartgelötete Verbindungen nur durch geprüfte Hartlöter ausgeführt werden dürfen. Das hat sich in den letzten Jahren geändert, früher galt man in einem Beruf der Hartlöten beinhaltet automatisch als geprüft. Diese Ausnahme gibt es nicht mehr. Ja ich weiß viele laufen ohne das Ding rum und die Nähte sind auch nicht schlecht. Rechtlich ist aber nur das konform.

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Re: Problem beim Anschluss einer Splitanlage! - Lötfittinge 1/4-3/8 Zoll?

Beitrag von bennisg » 23.09.2020, 14:35

Die Lötadapter haben einen Vorteil: Sie sind -wie Bördel- wieder lösbar (leichter Austausch einen Gerätes...) und man muss eben nicht „in der Ecke“ an der Wand löten. Außerdem sind sie besser als auf der Baustelle von Hand gefertigte Bördel und damit dichter. Ja, ich weiß, dass ein von Hand gefertigter Bördel auch super dicht sein kann. Es geht um die Wahrscheinlichkeit. Sagen wir: Handgefertigt wird einer von 100 Bördeln undicht, dann ist es bei dem Lötadapter -vielleicht- einer von 500 Verschraubungen.

Es gab doch hier im Forum auch irgendwen, der auf die Lötadapter schwört und sagte „die Anschlüsse am IG schneid ich sofort ab“.

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Re: Problem beim Anschluss einer Splitanlage! - Lötfittinge 1/4-3/8 Zoll?

Beitrag von martin_w » 23.09.2020, 14:43

OK, klar. Ich wußte nicht, daß sich die Bürokraten da auch schon derartig ausgetobt haben. Andererseits: Wieso nicht? Es kann ja in der EU nicht sein, daß es etwas gibt, was nicht bis ins letzte Detail bürokratisch geregelt ist. :(
Wobei natürlich schon klar, ist das große Druckgefäße gefährlich sein können.

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Re: Problem beim Anschluss einer Splitanlage! - Lötfittinge 1/4-3/8 Zoll?

Beitrag von Bomber » 23.09.2020, 14:46

Ich war bei einem Hartlöterlehrgang, der Lehrer war der Meinung auf kurz oder lang wird es beim löten in dieselbe Richtung gehen wie beim Schweißen. Spezielle Schulungen und natürlich spezielle Prüfungen mit Zertifikat.
Das Ding ist die Prüfung alleine reicht nicht, der Arbeitgeber muss jedes halbe Jahr schriftlich bestätigen, dass derjenige auch hartgelötet hat im letzten halben Jahr. Nach drei Jahren muss eine Nachprüfung stattfinden.

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Re: Problem beim Anschluss einer Splitanlage! - Lötfittinge 1/4-3/8 Zoll?

Beitrag von martin_w » 23.09.2020, 15:21

...was natürlich auch jemand bezahlen muß. Wohl der Arbeitgeber, aber am Ende der Kunde weil die Firma ja das Geld nicht selbst drucken darf.
Ob die Qualität der Arbeit dadurch steigt, bezweifle ich allerdings.

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Re: Problem beim Anschluss einer Splitanlage! - Lötfittinge 1/4-3/8 Zoll?

Beitrag von gnampf » 23.09.2020, 15:25

toll, die Chance das der an einer schlecht erreichbaren Position angeloetete maschinell hergestellte Boerdel besser dichten koennte mag hoeher sein... doch wenn die Position so schlecht ist stellt wohl nicht das Boerdeln das Hauptproblem da, sondern der Platz der kein geeignetes Werkzeug wie den Drehmomenti zulaesst. Was hat man mit einem Loetboerdel gewonnen? Man hat eine weitere potentiell undichte Stelle, nicht nur die Verschraubung, sondern auch noch die Loetstellle. Und wenn aus irgend einem Grund das ganze nochmal aufgeschraubt wird darf er den Loetboerdel ausloeten und wegwerfen und den naechsten nehmen. So'ne Loesung ist doch Humbug... entweder direkt die Rohre ohne Schraubverbindung zusammen loeten, oder sich die Loetverbindung sparen und einen Boerdel herstellen. Erstrecht wenn dann draussen eh konventionell geboerdelt wird.

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Re: Problem beim Anschluss einer Splitanlage! - Lötfittinge 1/4-3/8 Zoll?

Beitrag von bennisg » 23.09.2020, 15:53

Also, wenn man Lötadapter verwendet, dann lötet man die natürlich unten auf dem Boden an, nicht erst, wenn die Kiste an der Wand hängt. Aber ja, man muss dann schon löten können. Wahlweise mit oder ohne Zertifikat, aber man muss es können.

Hier mal ein Bild: Verflüssigungssatz eines kleinen Kühlhauses, war undicht. Der Monteur hatte Lötadapter verwendet -weil die ja besser sind-. Dummerweise konnte genau der eben nicht löten. Man sieht schön das ganze Maschinenöl am Rohr hängen und dass es genau aus der Lötstelle rausdrückt.
Ich hab die Lötadapter rausgeschmissen und einen normalen, anständigen Bördel angefertigt. Wann kommt eigentlich die Verpflichtung, dass man ein Bördelzertifikat braucht? :mrgreen:

IMG_1743.jpg
Hier die Lötstelle. Mehr gebrutzelt und gebraten als gelötet:
IMG_1741.jpg
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Re: Problem beim Anschluss einer Splitanlage! - Lötfittinge 1/4-3/8 Zoll?

Beitrag von gnampf » 23.09.2020, 15:59

du loetest sie zwar vielleicht am Boden an (wenn das mit der Leitung aus der Wand denn geht...), aber verschrauben musst du sie nunmal an der Wand. Und wenn die Position da so doof ist das man nicht loeten will, dann ist die Chance auch hoch das man da nicht gut verschrauben kann.
Und den Boerdel koennte man ja ebenfalls "am Boden" herstellen, so wie man den Adapter da anloeten kann.

Boerdelzertifikat duerfte bei dir genausowenig wie Loetzertifikat eine Rolle spielen, denn wenn ich das richtig sehe machst du das ganze ja nicht gewerblich. Loeten und boerdeln darfste also wie du willst, solange keine F-Gase ins Spiel kommen.

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Re: Problem beim Anschluss einer Splitanlage! - Lötfittinge 1/4-3/8 Zoll?

Beitrag von Bomber » 23.09.2020, 21:40

bennisg hat geschrieben:
23.09.2020, 15:53
Also, wenn man Lötadapter verwendet, dann lötet man die natürlich unten auf dem Boden an, nicht erst, wenn die Kiste an der Wand hängt. Aber ja, man muss dann schon löten können. Wahlweise mit oder ohne Zertifikat, aber man muss es können.

Hier mal ein Bild: Verflüssigungssatz eines kleinen Kühlhauses, war undicht. Der Monteur hatte Lötadapter verwendet -weil die ja besser sind-. Dummerweise konnte genau der eben nicht löten. Man sieht schön das ganze Maschinenöl am Rohr hängen und dass es genau aus der Lötstelle rausdrückt.
Ich hab die Lötadapter rausgeschmissen und einen normalen, anständigen Bördel angefertigt. Wann kommt eigentlich die Verpflichtung, dass man ein Bördelzertifikat braucht? :mrgreen:


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Hier die Lötstelle. Mehr gebrutzelt und gebraten als gelötet:
IMG_1741.jpg
Da hat der gute mann wahrscheinlich den Lötadapter genommen, da die VErflüssigungssätze mit dem ausgeliefert werden.
Das wahlweise darüber ignoriere ich einfach :D

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Re: Problem beim Anschluss einer Splitanlage! - Lötfittinge 1/4-3/8 Zoll?

Beitrag von Bomber » 23.09.2020, 21:46

gnampf hat geschrieben:
23.09.2020, 15:25
toll, die Chance das der an einer schlecht erreichbaren Position angeloetete maschinell hergestellte Boerdel besser dichten koennte mag hoeher sein... doch wenn die Position so schlecht ist stellt wohl nicht das Boerdeln das Hauptproblem da, sondern der Platz der kein geeignetes Werkzeug wie den Drehmomenti zulaesst. Was hat man mit einem Loetboerdel gewonnen? Man hat eine weitere potentiell undichte Stelle, nicht nur die Verschraubung, sondern auch noch die Loetstellle. Und wenn aus irgend einem Grund das ganze nochmal aufgeschraubt wird darf er den Loetboerdel ausloeten und wegwerfen und den naechsten nehmen. So'ne Loesung ist doch Humbug... entweder direkt die Rohre ohne Schraubverbindung zusammen loeten, oder sich die Loetverbindung sparen und einen Boerdel herstellen. Erstrecht wenn dann draussen eh konventionell geboerdelt wird.
Wieso muss er den denn auslöten? Reicht es nicht einfach den Cu Dichtring zu wechseln?

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Re: Problem beim Anschluss einer Splitanlage! - Lötfittinge 1/4-3/8 Zoll?

Beitrag von StreetFight » 23.09.2020, 21:57

Nicht nur das man mit dem adapter noch eine weitere potentielle undichte Stelle hat man hat auch in der Regel noch Zunder vom löten weil 90% der Firmen spülen nicht beim löten laut Aussage meines Händlers!
MEL PUMY-P 140YHMA Außengerät

16KW Kälteleistung insgesamt mit 2Stk TCL's mit je 3KW als Reserve :D

Meine Drehstrom 100% Off Grid Insel Photovoltaik Anlage :
https://www.youtube.com/watch?v=CEwxRxsi4qQ&t=50s

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Re: Problem beim Anschluss einer Splitanlage! - Lötfittinge 1/4-3/8 Zoll?

Beitrag von gnampf » 24.09.2020, 08:19

Bomber:
ich gestehe, ich hatte mir die Teile noch nicht angesehen und war der Beschreibung nach einfach von einem maschinell hergestellten Bördel ausgegangen. Bei dem Dichtring kann man sich vermutlich streiten ob es reicht nur den zu tauschen, evtl. sagt der Hersteller auch was dazu. Bekommt man den üeberhaupt einzeln, also auch real und nicht nur theoretisch? DIe Montagedrehmomente dürften sich vermutlich dann auch vom reinen Bördel unterscheiden? Kann man dann hoffen das der Monteur sowas alles weiß, obwohl er nicht weiß wo er sowas überhaupt bekommt...

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Re: Problem beim Anschluss einer Splitanlage! - Lötfittinge 1/4-3/8 Zoll?

Beitrag von Bomber » 24.09.2020, 08:58

Der Dichtring ist im einschlägigen Großhandel natürlich erhältlich. Wenn man weiß wonach und wie man sucht.
Drehmomente sind mir nicht bekannt, aber wie du sehe ich auch keinen Sinn einen Lötadapter einzulöten. Wenn möglich sollte man eine zusätzliche Verbindung "sparen". Entweder löten und dann mit passenden Muffen oder Bördeln.

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Re: Problem beim Anschluss einer Splitanlage! - Lötfittinge 1/4-3/8 Zoll?

Beitrag von Benutzer 5255 gelöscht » 24.09.2020, 09:17

Sascha2020 hat geschrieben:
22.09.2020, 12:20
Dieser war dann gestern da, sagte mir dass er die Anschlüsse löten müsse wegen R32 (wobei ich hier auch schon andere Meinungen dazu gelesen habe), und dass er dann mal eben Material besorgen müsse. - Nach 4 Stunden kam er dann zurück mit der Nachricht dass keine Lötfittinge in 1/4 und 3/8 zu bekommen wären. :shock:
Moin

:shock: Dieser Thread ist ja an Absurdität nicht zu übertreffen. Mein Tipp: Schicke den Pfuscher in die Wüste, und nimm dir einen Fachmann.

Gruß
Nobsi

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